orientierten (Value-) Ansatz und inves- tiert weltweit in Unternehmen mit hoher Dividendenrendite und solidem Gewinn- wachstum. Die Auswahl der Titel erfolgt nach fundamentalen Kriterien, wobei Qualität und Kontinuität der Ausschüt- tungen im Vordergrund stehen. Zu den Kerninvestments zählen oft Technologiewerte wie TSMC, aber auch defensive Titel aus dem Gesundheitswe- sen und dem Energiesektor wie Johnson & Johnson oder Shell. Durch die aktive Steuerung versucht das Management, in schwierigen Marktphasen weniger stark zu fallen als der Gesamtmarkt, während es gleichzeitig einen stetigen monatlichen Ertrag generiert, der aus den weltweit an- fallenden Dividenden gespeist wird. Europäische Dividendenstärke: Ein wei- terer Eckpfeiler für ein Einkommensdepot kann der Allianz European Equity Dividend (ISIN: LU 097 155 291 3) sein. Verwaltet von Allianz Global Investors, konzentriert sich dieser Fonds auf den Europäischen Konti- nent, der traditionell eine sehr ausgepräg- te Dividendenkultur pflegt. Das Managementteam, aktuell geführt von Grant Cheng und Andrew Koch, sucht gezielt nach Unternehmen, die eine Divi- dendenrendite bieten, die deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt. Die Funkti- onsweise ist eng mit der Initiative „Plan 2“ der Allianz verknüpft. Diese speziell kon- zipierten Anteilsklassen sind darauf aus- gelegt, eine verstetigte monatliche Aus- zahlung zu leisten. Ein wichtiger Hinweis für Anleger ist jedoch die Ausschüttungs- politik: Um die monatliche Zahlung auch in Phasen schwankender Dividendenein- gänge stabil zu halten, kann das Manage- ment Erträge auch aus der Substanz des Fonds ausschütten. Dies stellt sicher, dass der Anleger eine planbare Summe erhält, kann aber in extremen Marktsituationen dazu führen, dass das investierte Kapital nominal sinkt, wenn die erwirtschafteten Dividenden die Auszahlungen dauerhaft nicht decken können. Für Privatiers, die eine hohe Planbar- keit ihrer monatlichen Budgets benötigen, ist dies oft ein akzeptabler Kompromiss, solange die Gesamtrendite langfristig positiv bleibt. ∑ lfd. Kosten Performance 3 Jahre p. a. 1,72 % — 2,06 % 10,50 % 1,94 % 12,20 % 2,67 % — 2,03 % 14,69 % 1,70 % 9,36 % 2,06 % 10,50 % 2,70 % — 1,63 % 4,58 % 1,82 % 15,20 % Quelle: FVBS professional, eigene Recherche, Stand: 18.04.2026 T I T E L 21 Die Mischung macht’s: Monatlich aus- schüttende Mischfonds können, wie ein- gangs erwähnt, vor allem aus steuerlicher Sicht interessant sein. Denn der Anleihe- anteil wird hier aufgrund der Freistellung von 15 Prozent nicht voll besteuert. Wer also aus diesem Grund auf Mischfonds setzt, sollte auf den Aktienanteil im Port- folio achten: Die Aktienquote muss min- destens 25 Prozent betragen, damit die Teilfreistellung wirksam wird. Für Anleger, die konservativ investieren wollen und deshalb Mischfonds mit hohem Anleihe- anteil bevorzugen, ist dieses Detail von großer Bedeutung. Gleichzeitig gilt: Fonds, die defensiv ausgerichtet sind, können erfahrungs- gemäß keine hohen Erträge erwirtschaf- ten. Handelt es sich gar um Fonds mit ho- hen Verwaltungsgebühren, hilft auch der Steuervorteil unter dem Strich nicht viel weiter. Hohe Kosten und niedrige Rendite vertragen sich eben nicht besonders gut. Fonds aus dieser Kategorie müssen des- halb – je nachdem, ob sie prozentual am Anlagevermögen ausgerichtete oder sta- bile Erträge auszahlen – langfristig entwe- der ihre Ausschüttungen reduzieren oder an die Fondssubstanz gehen. Fazit: Die Kombination unterschiedli- cher ausschüttender Aktien- und Renten- fonds ermöglicht es, ein robustes Ent- nahmedepot zu konstruieren, das ver- schiedene Ertragsquellen aufweist. Ein ausgewogenes Portfolio könnte bei- spielsweise zu 50 Prozent aus Renten- fonds wie dem Vanguard Global Cor- porate Bond und dem iShares EM Bond bestehen, um eine stabile Zinsbasis zu schaffen. Die verbleibenden 50 Prozent könnten in Dividenden aktienfonds wie den DWS Invest Top Dividend und den Allianz European Equity Dividend flie- ßen, um von steuerlichen Teilfreistellun- gen und langfristigen Wachstumschan- cen zu profitieren. Wichtig bleibt die regelmäßige Über- prüfung der Ausschüttungsrenditen. Marktveränderungen, Zinswenden oder wirtschaftliche Abschwünge können dazu führen, dass Fonds ihre Ausschüttungen anpassen müssen. Wer von seinem Ver- mögen lebt, sollte zudem stets eine Liqui- ditätsreserve (Cash-Puffer) außerhalb des Depots halten, um kurzfristige Schwan- kungen der monatlichen Auszahlungen abzufedern, ohne gezwungen zu sein, in Tiefphasen Anteile zu veräußern. 01/2026